Premierminister Andrej Babiš besuchte Österreich: Hauptthemen waren EU-Wettbewerbsfähigkeit, Migration und der Ausbau wichtiger Autobahnen
17.02.2026 / 10:42 | Aktualizováno: 07.07.2026 / 10:52
Der Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Andrej Babiš, absolvierte vom 9. bis 10. Februar eine Arbeitsreise nach Österreich. In Wien traf er mit Bundeskanzler Christian Stocker zusammen und sprach über die europäische Agenda und den Ausbau der bilateralen Beziehungen. Teil des Programms waren auch ein Besuch der tschechischen Schule in Wien sowie die Würdigung tschechischer Spuren in der Donaumetropole. Nach Abschluss dieses Programms setzte der Premierminister seine Reise in die Slowakei fort.
Gespräche in Wien: Europäischer Markt und Autobahnanbindung
Hauptthema des Treffens mit Bundeskanzler Christian Stocker war die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union. Beide Staatsmänner waren sich einig, dass es für den Erfolg im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb absolut unerlässlich ist, Innovationen und eine tiefere Verflechtung der europäischen Märkte zu unterstützen. Während der Verhandlungen würdigten beide Delegationen die langfristig konstruktive Atmosphäre der tschechisch-österreichischen Beziehungen.
„Ich kann bestätigen, dass wir in sehr vielen Punkten bezüglich Europas, der Zukunft Europas und des Schengen-Raums die gleichen Ansichten teilen. Ich danke für die Einladung, denn diese Woche ist für die Zukunft der Wettbewerbsfähigkeit von großer Bedeutung“, betonte Premierminister Andrej Babiš nach dem Treffen.
Einigkeit beim Grenzschutz und dem Schengen-Raum
Ein wesentlicher Teil der Diskussion war dem Kampf gegen die illegale Migration gewidmet. Die Regierungschefs unterstrichen die Notwendigkeit wirksamer europaweiter Lösungen, die Schleuserkriminalität effektiv unterbinden und einen konsequenten Schutz der EU-Außengrenzen gewährleisten. Einigkeit herrschte auch in der Frage der Erweiterung des Schengen-Raums.
„Endlich hat Europa begriffen, dass man sich gemeinsam auf eine Rückkehrpolitik einigen muss. Damit hängt auch das Thema der Schengen-Erweiterung zusammen. Ich bin der Meinung, dass der Westbalkan Teil unserer Europäischen Union und natürlich auch des Schengen-Raums sein sollte. In dieser Hinsicht haben wir absolut die gleichen Ansichten“, erklärte der tschechische Premierminister auf der Pressekonferenz.
Beschleunigung des Ausbaus der Autobahnen D3 und D52
Im Bereich der grenzüberschreitenden Infrastruktur konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf einen reibungsloseren Handelsverkehr, den Tourismus und das tägliche Pendeln. Der Schlüssel hierzu ist ein rasches Vorankommen bei den Autobahnen D3 und D52 sowie die Vorbereitung von Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken.
„Ich habe den Bundeskanzler gebeten, dass wir unsere Autobahnverbindung endlich fertigstellen. Im Rahmen unserer Autobahn D3 werden wir bereits nächstes Jahr an der österreichischen Grenze sein. Unsere Regierung führt das fort, was wir im Jahr 2014 begonnen haben, als wir vereinbart haben, dass wir das Autobahnnetz fertigstellen müssen“, präzisierte Andrej Babiš.
Österreich bleibt zudem langfristig einer der bedeutendsten Handelspartner der Tschechischen Republik, und beide Seiten planen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie und Investitionen weiter intensiv zu fördern.
Förderung der tschechischen Kultur und erfolgreiche Restaurierung von Denkmälern in Wien
Der Wiener Aufenthalt des Premierministers beinhaltete auch zwei wichtige kultur- und gesellschaftspolitische Stationen:
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Schulverein Komenský: Besuch der tschechischen Schule, die bereits seit 1872 in Wien wirkt und eine durchgehende zweisprachige Ausbildung vom Kindergarten bis zum Gymnasium anbietet, womit sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der tschechischen Sprache und Kultur leistet.
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Stephansdom: Der Premierminister besichtigte tschechische Elemente, die an die tiefen historischen Bindungen zwischen den beiden Nachbarländern erinnern. Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung der Statue des Heiligen Wenzels. Diese war bis zum vergangenen Jahr ohne Lanze, konnte jedoch dank der Bemühungen und Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien sowie durch Sponsoren erfolgreich restauriert und in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.


