Die Erinnerung an die Komponisten aus Theresienstadt lebt weiter!
22.05.2026 / 12:03 | Aktualizováno: 29.05.2026 / 12:05
Am 20. Mai 2026 fand im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf ein Konzert des Ensembles Sinfonietta VivazzA unter dem Titel „Die Brücken nach Theresienstadt. Das Gedenken in der Musik“ statt.
Das Konzert wurde sehr gut besucht, unter den Zuhörern waren u.a. die NRW-Landtagsabgeordneten Elisabeth Müller-Witt und Josef Neumann. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten das zahlreich erschienene Publikum der Direktor des Gerhart-Hauptmann-Hauses, Prof. Wilfried Halder, und tschechische Generalkonsulin Kristina Larischová, die die verbindende Kraft des Projekts und den Beitrag des Ensembles Sinfonietta VivazzA zur Erinnerungskultur hervorhob.
Das Ensemble Sinfonietta VivazzA erfüllte das Motto der Veranstaltung vollständig. Durch die Musik schlug es auf hervorragende Weise eine Brücke als Verbindung zwischen Tschechien und Deutschland, Theresienstadt und Düsseldorf, sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Mit dem Konzert erwiesen die Musiker den jüdischen Künstlern und Nazi-Gegnern, die in Theresienstadt inhaftiert waren, eine große Ehre. Auf dem Programm standen unter anderem das Nonett von Rudolf Karel, der Tanz von Hans Krása, sowie das Nonett des Komponisten Jan van Gilse. Diese Werke erklangen im Bewusstsein ihrer historischen Zusammenhänge, die vom Prof. Halder und nach dem Konzert auch von der künstlerischen Leiterin des Ensembles, Pamela Coats, näher erläutert wurden. Das Publikum hörte zudem die berühmte Konzertouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie das Agnus Dei aus Verdis Messa da Requiem. Als Ausdruck des Widerstands wurde dieses Werk im Ghetto Theresienstadt insgesamt sechzehnmal aufgeführt.
Eine Woche zuvor hatte das Ensemble Sinfonietta VivazzA dieses einzigartige Konzert direkt in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Theresienstadt, im Rahmen der Gedenkveranstaltungen an das Ende des Zweiten Weltkriegs, in Anwesenheit führender politischen Vertreter Tschechiens und der deutschen Botschaft erfolgreich aufgeführt. Auch beim Konzert in Düsseldorf wurden die Musiker vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.
Das musikalische Projekt „Die Brücken nach Theresienstadt. Das Gedenken in der Musik“ entstand auch dank der freundlichen Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Das Tschechische Generalkonsulat dankt dem Ensemble Sinfonietta VivazzA e.V. und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus für die Initiierung dieses Projekts als einer lebendigen Form des Gedenkens an jüdische Künstler.