
Der 16. tschechisch-deutsche Wirtschaftsrundtisch in Düsseldorf befasste sich mit der neuen Weltwirtschaftsrealität und mit der Business Resilience unserer Länder
19.05.2022 / 15:25 | Aktualizováno: 24.05.2022 / 17:15
Die Energiekrise, die Unterbrechung der Versorgungsketten, die Veränderung der Absatzmärkte, die hohe Inflationsrate, die drohende Nahrungsmittelkrise in den Entwicklungsländern und die allgemeine Unsicherheit in der Weltwirtschaft stellen außergewöhnliche Herausforderungen für die Widerstandsfähigkeit unserer Volkswirtschaften dar. Heute ist die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung und einer Kreislaufwirtschaft noch dringender - es geht nicht mehr nur um die militärische und sicherheitspolitische Resilience, sondern auch um die Widerstandsfähigkeit unserer Geschäfts- und Wirtschaftsmodelle, von denen unser Wohlstand abhängt. Diese turbulenten Themen standen im Mittelpunkt des 16. Deutsch-Tschechischen Wirtschaftsstammtisches am 18. Mai 2022 in Düsseldorf, das vom tschechischen Generalkonsulat in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit NRW. Global Business (Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen) und den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen organisiert wurde.
Die Veranstaltung der Wirtschaftsdiplomatie, an der über 50 Gäste teilnahmen, bestätigte damit ihre lange Tradition und ihren Erfolg als Plattform für Matchmaking und B2B-Verhandlungen. Generalkonsulin Kristina Larischová begrüßte die Anwesenden und hielt eine Eröffnungsrede. Weitere Reden hielten die traditionellen Partner des Deutsch-Tschechischen Wirtschaftsstammtisches, der Geschäftsführer von NRW.Global Business Felix Neugart und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund Wulf-Christian Ehrich. René Harun, stellvertretender Direktor der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer in Prag, gab eine Einschätzung und Entwicklung der aktuellen Wirtschaftslage mit Schwerpunkt auf den tschechisch-deutschen Geschäftsbeziehungen.
Herr Stanislav Štýs, ein Vertreter des tschechischen Unternehmens REFORK, das neue natürliche kompostable Materialien entwickelt, aus denen nachhaltige Alternativen zu Einwegkunststoffen hergestellt werden können, folgte der Einladung und stellte seine Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Kreislaufwirtschaft vor. Herr Jörg Jansen, Vertreter des Circular-Valley Wuppertal, das ausgewählte Start-ups und Wissenschaftler aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft zusammenbringt, die sich mit integralen Bestandteilen einer nachhaltigen Entwicklung und der Förderung nachhaltigen Wirtschaftens in den Regionen Nordrhein-Westfalens beschäftigen, stellte ihre Projekte und Tätigkeiten vor. Die Veranstaltung wurde durch die Leiterin des CzechTrade-Büros, Kristýna Kubíčková, und durch den CzechInvest-Leiter, Pavel Chovanec, unterstützt, was die einheitliche tschechische Vertretung der Wirtschaftsdiplomatie in Deutschland unterstrich. In den Gesprächen konnten thematische Schnittmengen für künftige wirtschaftliche Kooperationsprojekte zwischen tschechischen und deutschen Einrichtungen gefunden werden.
Alle Organisatoren und Teilnehmer bekundeten ihr Interesse an einer Fortsetzung dieses Treffens und der Informationsplattform, was das hohe Potenzial für eine Zusammenarbeit bei den aktuellen Herausforderungen für die deutsche und tschechische Exportwirtschaften nur bestätigt.