Film Paper Heads/Papierové hlavy
21.11.2014 / 18:48 | Aktualizováno: 21.11.2014 / 18:50
(Artikel aus dem Archiv, Gültigkeit abgelaufen 22.11.2015 / 01:00.)
26.11. Mi 17.00 FILMVORFÜHRUNG
Slowakisches Institut in Wien
Filmvorführung „Papierköpfe“
(Regie: Dušan Hanák, 1995, 96 Min., in slowakischer Sprache mit englischen Untertiteln)
Der Film des meistgekrönten slowakischen Filmemachers und des Trägers des Preises der Filmkritiker in Los Angeles Dušan Hanák, dessen Filme zu Ostblockzeiten mit einem Aufführungsverbot belegt waren, beleuchtet humorvoll die kommunistische Vergangenheit der Slowakei, deren Strukturen bis in die Gegenwart reichen. Mit anschließendem Podiumsgespräch mit dem Regisseur.
Anschließende Podiumsdiskussion mit:
Dušan Hanák, Filmemacher, Slowakei
Jana Starek, Historikerin und Übersetzerin, Tschechische Republik
Jan Sechter, Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich
György Buda, Übersetzer und Autor, Ungarn
Moderation:
Erhard Stackl, Autor und Journalist aus Der Standard
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Dušan Hanák
zählt zu den renommiertesten slowakischen Regisseuren und Drehbuchautoren. Autor von zahlreichen Filmen: Aufruf in die Stille (Výzva do ticha, 1965), Die Messe (Omsa, 1967), 322 (1969), Bilder einer alten Welt (Obrazy stareho sveta, 1972), Rosa Träume (Ružové sny, 1976), Ich lieb, du liebst (Ja milujem, ty milujes, 1980), Stille Freude (Ticha radost, 1985), Privatleben (Sukromne zivoty, 1990), Papierköpfe (Papierove hlavy, 1995) und viele andere. 2014 erhielt Hanak im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Sofia den Preis für einen außerordentlichen Beitrag zur Weltkinematografie und im Rahmen der slowakischen Nationalpreise „Slnko v sieti“ den Preis für einen außerordentlichen Beitrag zur slowakischen Kinematografie. Hanak ist Preisträger auch von weiteren internationalen Auszeichnungen: 2008 Preis für einen besonderen künstlerischen Beitrag zur Weltfilmkunst im Rahmen des 43. Internationalen Filmfestivals in Karlbad, 2006 „Award to the Career“ im Rahmen des 5. Internationalen Festivals der künstlerischen Filme Bergamo. Sein Film „Bilder einer alten Welt“ wurde 1991 für den Oscar-Preis nominiert und 1990 mit dem Film U.S. Critics Award ausgezeichnet.
Jana Starek
Historikerin und Übersetzerin. Arbeitet seit September 2010 für das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI). Mitbegründerin und Mitarbeiterin der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte (1982-1990). Leiterin des Austrian Science and Research Liaison Office Brno (1991-2004). Lehraufträge an der Masaryk-Universität in Brünn und an der Universität Wien. Autorin von Studien und Mitherausgeberin von Sammelbänden zur Geschichte der österreichisch-tschechischen Beziehungen. Mitarbeit an zeithistorischen Projekten, u.a. des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik "Dokumentation der Schicksale von Gegnern des NS-Regimes, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Tschechoslowakei verlassen mussten".
Jan Sechter
Seit November 2013 Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich. Bevor er 2013 die Aufgabe in Österreich übernahm, war er unter anderem Botschafter in Polen (2008), Exekutivsekretär des Internationalen Ausschusses für Erinnerung, Erforschung und Bildung über den Holocaust (2007-2008), Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland (2002-2007), Koordinator des Außenministeriums der Tschechischen Republik für den Zweiten Weltkrieg betreffende Entschädigungen (2000-2002) und Botschaftssekretär für Presse, Kultur und Politik der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, Außenstelle Berlin (1995-2000). Sechter ist Preisträger des Kommander-Verdienstkreuzes mit Stern. Polnische Republik (2013), der Silberne Ehrenmedaille des Präsidenten der Tschechischen Republik (2013) und der Ehrenmedaille „Pro Patria“ (2012, Polen).
György Buda
Arbeitet als Konferenzdolmetscher, Literaturübersetzer, Sprecher für audiovisuelle Medien und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher. Übersetzungen zahlreicher Werke der ungarischen Literatur der Moderne (u. a. Gyula Krúdy, Zsigmond Móricz und Sándor Márai) und der ungarischen Gegenwartsliteratur (Imre Kertész und Péter Esterházy, Lajos P. Nagy). Zudem Übersetzung von Werken ungarischer Autoren aus der Slowakischen Republik, aus Rumänien und Serbien. Er ist Träger des Österreichischen Staatspreises für Übersetzer 2012, der höchsten Auszeichnung für diese Tätigkeit in Österreich.
Erhard Stackl
Arbeitete für die legendäre Ö3-Musikbox, später als Außenpolitikredakteur und stellvertretender Chefredakteur für das Magazin profil, zu dessen Gründern er bereits 1870 zählte. Seit 1993 schreibt Stackl für den Standard, wo viele Jahre als Leiter der Außenpolitik und dann Chef vom Dienst wirkte. Er ist Vorstandsmitglied des österreichischen Lateinamerika-Instituts und von Reporter ohne Grenzen Österreich. Vom österreichischen Roten Kreuz wurde er mit dem Humanitätspreis ausgezeichnet. Stackl ist Autor des Buchs „1989 – Sturz der Diktaturen", wo er den demokratischen Wandel in etlichen Staaten Osteuropas vor über 20 Jahren beschreibt. 2010 wurde dieses Werk mit dem renommierten „Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch" prämiert.
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