Feierliche Vernissage der Ausstellung Arnošts Lebensreise
08.06.2026 / 09:27 | Aktualizováno: 08.06.2026 / 09:36
In der Galerie des Instituts für Slawistik der Universität Wien fand die feierliche Vernissage einer Ausstellung statt, die anlässlich des 100. Geburtstags des Schriftstellers Arnošt Lustig vorbereitet wurde
Durch den Abend führte Professor Stefan Newerkla, der in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung von Lustigs Werk für die europäische Kultur sowie für das heutige Nachdenken über Menschenwürde und Freiheit hervorhob. Es folgte ein Beitrag des Botschafters Jiří Šitler, der betonte, dass das entstandene Projekt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart darstellt, die die persönliche Geschichte Arnošt Lustigs mit den Herausforderungen der heutigen Welt verbindet. Mit dabei war auch Eva Lustigová, die Tochter Arnošt Lustigs. Sie erläuterte die Entstehung des grafischen Romans Arnošt Lustigs Lebensreise und sprach über die tiefe Verbundenheit ihres Vaters mit der Idee der Gerechtigkeit. Im Laufe des Abends ergriff zudem der stellvertretende Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt und Historiker Vojtěch Blodig das Wort. Er hob die Fähigkeit Arnošt Lustigs hervor, eine persönliche Tragödie in ein literarisches Zeugnis zu erwandeln, das bis heute zur Verteidigung der Menschenrechte und zur Ablehnung von Hass inspiriert.
Die beeindruckende Exposition besteht aus Fotocollagen der Künstlerin Eliška Soffer Podzimek sowie Texten der Schriftstellerin Markéta Pilátová. Sie basiert auf dem im Verlag Odeon erschienenen grafischen Roman und entstand in Zusammenarbeit des Arnošt-Lustig-Stiftungsfonds mit der Gedenkstätte Theresienstadt im Rahmen des #FestivAL100, mit finanzieller Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich.
Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung in der Galerie des Instituts für Slawistik noch bis zum 24. Juli zugänglich.



