Stehende Ovationen für Alma Rosé in Düsseldorf
10.05.2024 / 12:15 | Aktualizováno: 14.05.2024 / 14:23
Ein voll besetzter großer Saal des Wittgenstein Palais in der Düsseldorfer Innenstadt bedankte sich mit stehenden Ovationen für die Aufführung des Monodramas Alma Rosé, die das Tschechische Generalkonsulat in Düsseldorf in enger Zusammenarbeit mit Kultur am Rhein, der Düsseldorfer Volksbühne, am 7. Mai 2024 veranstaltete.
Das fesselnde Monodrama mit der Schauspielerin Sarah Haváčová in der Hauptrolle mit vier Musikerinnen schildert das tragische Schicksal der jüdischen Geigerin Alma Rosé (1906-1944), die im nationalsozialistischen Auschwitz mit Hilfe der Musik um ihr Leben und das Leben der Mitglieder ihres Frauenorchesters kämpft. Die Aufführung verbindet eine überzeugende Leistung der Hauptdarstellerin mit einer bemerkenswerten Darbietung eines Streichquartetts von Frauen, die die Werke großer Komponisten brillant interpretieren. Im Hintergrund wird authentisches Filmmaterial aus dieser Zeit projiziert.
Zu Beginn der Aufführung wurden fast 200 Zuschauer von der Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf, Frau Klaudia Zepuntke, begrüßt, die gleichzeitig erste stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins Volksbühne Düsseldorf ist. Klaudia Zepuntke erinnerte an den Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und an die Schrecken des nationalsozialistischen Amoklaufs, der im Holocaust gipfelte. Das Gedenken an seine Opfer ist eine ständige Aufgabe für uns alle. Anschließend überbrachte die tschechische Generalkonsulin Kristina Larischová ihre Grüße und erinnerte an die tschechisch-deutsche Nachbarschaft und das Zusammenleben im Herzen Europas in guten und schlechten Zeiten. Vor 20 Jahren sind die Tschechen der EU beigetreten und seither beteiligen sie sich an der Mitgestaltung unserer gemeinsamen Union. Tschechien wünscht sich mehr Zusammenhalt Europas und eine bessere Widerstandsfähigkeit unseres Kontinents. Die Generalkonsulin dankte dem Ensemble, seiner Produzentin Eva Kaiserová und dem ideologischen Begleiter des Ensembles, dem tschechischen Kulturminister a.D. Herrn Daniel Herman, der dem Publikum die Verbindung zwischen seiner eigenen Biographie und der Figur von Alma Rosé, der Nichte Gustav Mahlers, schilderte. Seine Lebenserfahrung zeige, so Herman, dass es keine "die Deutschen", oder "die Tschechen", oder "die Juden" gäbe, es gäbe nur menschliche Individuen mit ihren eigenen Verantwortungen.
Das Generalkonsulat bedankt sich bei der Volksbühne Düsseldorf, der Stadt Düsseldorf und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf für die engagierte Unterstützung des Projekts. Der Tschechisch-Deutsche Zukunftsfonds hat einen großen Teil zur Finanzierung des Projekts beigetragen und dafür danken wir sehr herzlich.